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Ausbildung und Studium

  1. 1872 fasst Rudolf Diesel den Entschluss, „Mechaniker" (Ingenieur) zu werden, besucht und schließt 1873 die Gewerbsschule in Augsburg sowie im Sommer 1875 die Ausbildung an der Industrieschule jeweils als Bester ab.
  2. 1875 beginnt er sein Studium am Polytechnikum München und holt im Januar 1880 das Abschlussexamen an der Technischen Hochschule München, mit der besten Leistung seit Bestehen der Hochschule, nach.
  3. Großen Anteil an der rasch fortschreitenden Industrialisierung im 18. und 19. Jahrhundert hatte zweifellos die Dampfmaschine. Allseits bekannt war jedoch auch, dass sie mit den vorhandenen Energiereserven nicht gerade sparsam umging. Dies hat Rudolf Diesel während seines Studiums am Polytechnikum München erfahren.
  4. In einer Vorlesung von Carl Linde über Thermodynamik hörte Diesel schon 1878 vom schlechten Wirkungsgrad der Dampfmaschine und von der Theorie des französischen Physikers Sadi Carnot, dessen Kreisprozess eine wesentlich höhere Energieausbeute versprach.
  5. Diesels Idee eines neuen Motors war im Jahre 1892 bereits so weit ausgereift, dass er am 27. Februar 1892 beim Kaiserlichen Patentamt Berlin ein Patent auf eine „Neue rationelle Wärmekraftmaschine" anmeldete. Eine zweite Patentanmeldung vom 29. November 1893 modifizierte den ursprünglichen Carnot-Prozess mit dem Gleichdruck-Prozess.

Die ersten Motoren von Rudolf Diesel wurden und werden sorgfältigst gepflegt und sind der Öffentlichkeit zugänglich, wie auf den Bildern der erste Versuchs-Dieselmotor bei MAN in Augsburg.

 

Auch im Ausland werden frühe Diesel-Motoren gepflegt. Das Foto zeigt einen Dieselmotor von B&W Dänemark mit einer Leistung von 40PS. Er wurde im Jahre 1904 ausgeliefert.

Weitere Informationen, Abbildungen und interaktive Animationen auch auf den Seiten des Deutschen Museums, München.


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